Kontrast

Gemeindeführungsorganisation GFO

In Katastrophen oder Notlagen sind sie gefragt!

Grundsätzlich unterliegt die Führung der Gemeinde in ausserordentlichen Lagen dem Gemeinderat. Damit dieser in solch schwierigen Situationen handlungsfähig bleibt und sich nicht operativ damit auseinandersetzen muss, sind die Gemeinden gemäss kantonalem Bevölkerungs- und Zivilschutzgesetz verpflichtet, eine sogenannte Gemeindeführungsorganisation – kurz GFO – oder ein Regionalesführungsorgan – kurz RFO - einzusetzen. Die Gemeinde Spiez hat ein GFO und ist dadurch sehr flexibel und effizient in der Bewältigung von Ereignissen.

Die Gemeindeführungsorganisation schafft im Hinblick auf Katastrophen und Notlagen die personellen, materiellen, organisatorischen und planerischen Voraussetzungen für die Führung und den zeitverzugslosen, effizienten Einsatz der Mittel. Die GFO ist in ständiger Alarmbereitschaft, zuständig für die rasche Information der Bevölkerung und arbeitet im Ernstfall je nach Ereignis mit den kantonalen Behörden und Einsatzelementen der Kantonspolizei zusammen.

Der Chef GFO und sein Stabschef sowie dessen Stellvertretung sind von der Gemeindeverwaltung Spiez unabhängige Personen. Die Geschäftsstelle der Gemeindeführungsorganisation wird von der Abteilungsleitung Sicherheit und der Fachbereich Information von der Abteilungsleitung Gemeindeschreiberei der Gemeinde Spiez übernommen. Die Abteilungsleitung Tiefbau/Werkhof ist für die Infrastruktur und der Werkhofchef für die Logistik zuständig. Der Feuerwehr- und Zivilschutzkommandant arbeitet ebenfalls im Stab mit. Zudem ist der Bereich Lage/KP, Gesundheit und Naturgefahren im Stab abgedeckt. Der Stab trifft sich mindestens dreimal jährlich zu einem Rapport und bereitet sich für ausserordentliche Lagen vor. Dazu gehört auch die Information an die Bevölkerung. Nach Bedarf werden entsprechende Beiträge im SpiezInfo publiziert.

Der Notfalltreffpunkt - Ihre Anlaufstelle im Ereignisfall

Wenn Sie im Ereignisfall Unterstützung benötigen, ist der Notfalltreffpunkt Ihre erste behördliche Anlaufstelle.

Katastrophen können jederzeit und überall eintreten. Deshalb ist es wichtig, gut vorbereitet zu sein. Für den Fall, dass die Gemeinde Spiez von einer Katastrophe oder Notlage betroffen ist, erhalten Sie am Notfalltreffpunkt wichtige Informationen zur Situation vor Ort. Benötigen Sie Hilfe oder können Sie selbst Hilfe anbieten, so dient der Notfalltreffpunkt als Drehscheibe. Sie können am Notfalltreffpunkt auch Notrufe absetzen, z.B. bei einem länger andauernden Stromausfall mit Ausfall der Telekommunikation.

Standorte
Grundsätzlich befinden sich Notfalltreffpunkte in öffentlichen Gebäuden wie Schulhäusern, Turn- und Mehrzweckhallen. Die Standorte sind so gewählt, dass sie für die Mehrheit der Bevölkerung innert nützlicher Frist zu Fuss, mit dem Fahrrad oder mit dem motorisierten Verkehr erreichbar sind.

In Spiez befindet sich der Notfalltreffpunkt beim
Gemeindezentrum Lötschberg
(vor der Burgerstube)
Thunstrasse 2, 3700 Spiez

 Weitere Standorte werden je nach Lageentwicklung kommuniziert.
Informieren Sie sich via Radio oder über Alertswiss, welche Notfalltreffpunkte zur Verfügung stehen. 

Kluger Rat - Notvorrat

Haben Sie für den Notfall vorgesorgt?

Die Schweiz verfügt über praktisch keine natürlichen Rohstoffe. Umso mehr ist sie auf den ungestörten Zugang zu Ressourcen wie zum Beispiel Nahrungsmittel angewiesen. Unabdingbar ist zudem, dass leistungsfähige Infrastrukturen für Kommunikationen und Stromversorgung verfügbar und Handelswege gesichert sind. All dies ist keine Selbstverständlichkeit. Die globale Wirtschaft ist immer stärker vernetzt. Das bedeutet: Die Komplexität steigt und die Abhängigkeiten verstärken sich. Die Produktion mancher lebenswichtigen Güter verschiebt sich in ferne Weltregionen und schon lokale Störungen können Kettenreaktionen auslösen, die unsere Versorgung vorübergehend beeinträchtigen.

Der Slogan «Kluger Rat – Notvorrat» ist über 50 Jahre alt und immer noch aktuell. Es geht heute nicht mehr um das Überstehen einer längeren Krise, sondern um die Überbrückung eines vorübergehenden Versorgungsengpasses.

Wer einen Vorrat hält, verfügt für alle Fälle über eine wertvolle Notreserve. Ein individueller Vorrat zuhause ist nicht nur in ungemütlichen Situationen hilfreich, sondern auch im ganz normalen Alltag praktisch: Liegt man krank im Bett oder kann aus anderen Gründen nicht Einkaufen gehen.

Das sollte im Hause sein
Der persönliche Vorrat sollte aus den eigenen Ernährungsgewohnheiten zusammengesetzt sein und das umfassen, was man im normalen Alltag konsumiert und benötigt. Wichtig sind auch Artikel, die bei einem Stromunterbruch nützlich sind – damit man nicht im Dunkeln tappen muss.

Es gilt der Grundsatz, wonach Lebensmittel trocken, dunkel und kühl aufbewahrt werden sollen. Als geeigneter Lagerort gilt die Küche oder der Keller. Der Notvorrat sollte laufend verbraucht und wieder erneuert werden. Lebensmittel im Tiefkühler zählen auch zum Notvorrat, denn auch nach einem Stromausfall lassen sich die Nahrungsmittel problemlos konsumieren. Allerdings sollten einmal aufgetaute Lebensmittel nicht wieder eingefroren, sondern rasch verbraucht werden.

Trinken ist wichtiger als Essen
In der Schweiz verfügen wir praktisch über unbegrenzte Mengen an Trinkwasser. Trinkwasser ist für uns so selbstverständlich, dass wir uns kaum Gedanken darüber machen, wie es wäre, wenn es einmal nicht mehr fliesst; zum Beispiel aufgrund eines Leitungsbruchs. Auch eine Verunreinigung des Trinkwassers kann vorkommen.

Es heisst, dass man 30 Tage ohne Nahrung, aber nur 3 Tage ohne Wasser auskommen kann. Zum Notvorrat gehören deshalb 9 Liter Wasser pro Person (ein Sixpack). Das ist einfach zu transportieren und zu lagern und mehrere Monate haltbar. Diese Menge sollte im Notfall zum Trinken und Kochen für drei Tage ausreichen (3 Liter pro Person und Tag).

Weitere Informationen zum Thema Notvorrat finden Sie auf der Webseite des Bundesamtes für die wirtschaftliche Landesversorgung BWL unter www.bwl.admin.ch / Themen / Notvorrat

Der empfohlene Notvorrat

• Getränke
9 Liter (1 Sixpack) pro Person, weitere Getränke
• Lebensmittel für rund 1 Woche
Zum Beispiel Reis, Teigwaren, Öl, Fertiggerichte, Salz, Zucker, Kaffee, Tee, Dörrfrüchte, Müesli, Zwieback, Schokolade, UHT-Milch, Hartkäse, Trockenfleisch, Konserven
• Verbrauchsgüter
Batteriebetriebenes Radio, Taschenlampe, Ersatzbatterien, Kerzen, Streichhölzer oder ein Feuerzeug, Gaskocher
• Und ausserdem
Regelmässig benötigte Hygieneartikel und Arzneimittel, etwas Bargeld, Futter für Haustiere

Alertswiss - Die App alarmiert, warnt und informiert

Dank der Alertswiss App Alarme, Warnungen und Informationen zu aktuellen Ereignissen direkt auf das Smartphone.

Im Ernstfall ist es besonders wichtig, die betroffene Bevölkerung schnell und direkt zu erreichen. Auf Alertswiss fliessen die relevanten Informationen bei Ereignissen in der Schweiz zusammen: eine Informationsdrehscheibe, die Leben schützen und retten kann.

Gemeinsam mit den kantonalen Partnern lanciert das Bundesamt für Bevölkerungsschutz BABS neue Kanäle zur Alarmierung und Information der Bevölkerung bei Katastrophen und in Notlagen. Alarme und Ereignisinformationen werden als Push-Meldung über die Alertswiss-App und auf der Alertswiss-Webseite verbreitet.

Gemeindeapp
Ebenfalls die Gemeindeapp My Local Services bietet seit 2019 der Bevölkerung von Spiez eine digitale Möglichkeit an wichtige und nützliche Informationen zu gelangen. Dort werden regelmässig Neuigkeiten und wichtige Ereignisse, die die Bevölkerung rasch möglichst erreichen sollten, veröffentlicht. Die App steht den Spiezerinnen und Spiezer kostenlos zur Verfügung und kann im Apple Store oder im Google Play Store heruntergeladen werden.

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